Welche Spielbanken Hamburg derzeit hat, und was bieten sie?

Die Stadt zählt vier Spielbanken, und alle vier stehen auf der Betreiberseite mit Öffnungszeiten und in der Whitelist der Glücksspielbehörde der Länder (Stand 02.10.2026). Die Tabelle stellt sie nebeneinander. „k. A.“ steht dort, wo die Betreiberseite zu einem Punkt nichts nennt.

OrtHausSpielangebotMindestalterEintritt
Hamburg, Stephansplatz 10Casino EsplanadeAutomaten, American Roulette, Blackjack, Poker (Cash Game)18 Jahre2 €
Hamburg, Millerntorplatz 1Casino Reeperbahnnur Automaten18 Jahre1 €
Hamburg, Hamburger Straße 1–15Casino Mundsburgnur Automaten18 Jahre1 €
Hamburg, Steindamm 1Casino Steindammnur Automaten18 Jahre1 €

Die Esplanade ist das einzige Haus mit klassischem Spiel, also mit Tischen. Wer Roulette oder Blackjack sucht, hat in Hamburg damit genau eine Adresse.

Bei den Spielbanken Hamburgs kommt es also weniger auf die Zahl an als auf die Aufteilung: ein Haus für Tischspiele, drei für Automaten. Diese Rollenverteilung beschreiben die Betreiberseiten.

Was unterscheidet die Esplanade von Reeperbahn, Mundsburg und Steindamm?

Die Esplanade am Stephansplatz liegt mit Abstand am weitesten vorn beim Angebot. Im Erdgeschoss stehen die Automaten, im 1. Obergeschoss das klassische Spiel mit American Roulette und Blackjack, dort liegt auch die REDBLACK Lounge. Für Poker nennt die Betreiberseite einen Pokerfloor mit Cash-Game-Reservierung; Reservierungen sind täglich ab 12:00 Uhr an der Rezeption möglich, frühestens sieben Tage im Voraus. Die Spielzeiten des Pokers nennt die Seite nicht.

Die Automaten laufen in der Esplanade täglich von 12:00 bis 04:00 Uhr, das klassische Spiel von 17:00 bis 02:00 Uhr, freitags und samstags bis 03:00 Uhr. Seit dem 8. Juli 2026 modernisiert der Betreiber das Automatenspiel. Laut seiner Mitteilung läuft das mit stark reduzierter Geräteanzahl und möglichen Einlassstopps, parallel gibt es Bauabschnitte im klassischen Spiel. Wie lange der Umbau dauert, steht nicht auf der Seite; ein Blick auf die Betreiberseite vor der Anreise lohnt sich also.

Reeperbahn, Mundsburg und Steindamm sind dagegen reine Automatenhäuser. Das Casino Reeperbahn am Millerntorplatz öffnet täglich von 14:00 bis 04:00 Uhr, Mundsburg und Steindamm täglich von 10:00 bis 24:00 Uhr. Zum Casino Mundsburg gehört das Parkhaus des Mundsburg Center, Durchgang auf Ebene 8; Gäste zahlen laut Betreiber höchstens 3 € Tagessatz. Am Steindamm nennt die Betreiberseite keine hauseigenen Parkplätze und empfiehlt die Anreise mit dem ÖPNV, das Haus liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs.

Bars gibt es nach Betreiberangaben in allen vier Häusern, Geldautomaten in Reeperbahn, Mundsburg und Steindamm. Die Esplanade hat ein hauseigenes Parkhaus mit kleiner Platzzahl, das von 12 bis 4 Uhr geöffnet ist und Gästen höchstens 6 € berechnet; unter dem Casino Reeperbahn liegt das Parkhaus Millerntorhochhaus. Geschlossen sind alle Häuser an Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag sowie am 24. und 25. Dezember; Reeperbahn, Mundsburg und Steindamm schließen zusätzlich am 31. Dezember.

Gehört das Casino Schenefeld zu den Spielbanken in Hamburg?

Manche Aufzählungen nennen fünf Hamburger Casinos und reihen „Casino Schenefeld“ als fünftes ein, darunter die eines Hamburger Magazins. Geografisch liegt das nahe, politisch stimmt es nicht. Schenefeld hat die Postleitzahl 22869, die Anschrift lautet Industriestraße 1, und das Haus gehört zu Schleswig-Holstein.

Der Unterschied ist für Besucher nicht nur akademisch. Schenefeld verlangt 2 € Eintritt, kennt eine Monatskarte für 15 € und eine Jahreskarte für 60 €. Die Kleiderregel fällt anders aus: gehobene Freizeitkleidung, Hoodies sind im Automatenspiel erlaubt, Caps und Mützen im klassischen Spiel nicht.

Zurzeit läuft dort ein Umbau. Die Betreiberseite meldete am 07.10.2026, ein erster Teilbereich des Automatenspiels sei wieder offen, Roulette und Blackjack sollten ab dem 11. Oktober folgen und die neue Bar ab dem 1. November. Mehr dazu steht auf der Seite zum Casino Schenefeld und im Überblick Spielbanken Schleswig-Holstein.

Seit wann gibt es Spielbanken in Hamburg?

Die Spielbank Hamburg beginnt nach eigener Darstellung 1978 mit dem ersten Haus im 9. Stock des ehemaligen InterContinental-Hotels an der Außenalster. Das Casino Steindamm am Hauptbahnhof in St. Georg folgte im Oktober 1981, das Casino Reeperbahn am 7. August 1987; 2018 zog es zum Millerntorplatz um.

Das Casino Mundsburg eröffnete am 23. Januar 2003 und war nach Betreiberangabe das erste Casino in einem Einkaufszentrum. Am 1. Dezember 2006 kam die Esplanade am Stephansplatz hinzu, die heute das Stammhaus ist. Der Betreiber nennt ungefähr 300 Beschäftigte und für 2023 durchschnittlich mehr als 1.000 Gäste am Tag. Die Konzession für den Betrieb hat er am 23. Juni 2023 erhalten, sie läuft bis 2038.

Die Daten zeigen, wie sich das Angebot verschoben hat: Die beiden ältesten Standorte sind heute reine Automatenhäuser, das einzige Haus mit Tischen ist das jüngste.

Welche Spielbank in Hamburg passt zu welchem Anlass?

Das hängt an Uhrzeit und Spielart. Wer vormittags oder früh am Nachmittag Automaten spielen möchte, findet in Mundsburg und Steindamm ab 10:00 Uhr geöffnete Türen, die Esplanade folgt um 12:00 Uhr, die Reeperbahn um 14:00 Uhr. Wer spät abends noch spielen will, ist an Reeperbahn und Esplanade richtig, beide schließen die Automatenräume erst um 04:00 Uhr.

Tischspiele gibt es nur in der Esplanade und erst ab dem späteren Nachmittag: Das klassische Spiel öffnet um 17:00 Uhr. Wer vor allem Poker sucht, sollte vorab klären, wann gespielt wird, denn die Betreiberseite nennt für den Pokerfloor keine Zeiten und verweist auf die Reservierung an der Rezeption.

Wer mit dem Auto kommt, plant besser mit dem Haus als mit der Stadt. Die Esplanade hat wenige Stellplätze, am Steindamm gibt es keine hauseigenen, in Mundsburg und an der Reeperbahn liegen Parkhäuser direkt am Casino. Welche Spielbanken Hamburg am besten erreichbar macht, hängt damit vor allem davon ab, ob Sie ohnehin mit der Bahn unterwegs sind.

Was kostet der Eintritt, und ab welchem Alter dürfen Sie hinein?

Mit 1 € Eintritt sind Reeperbahn, Mundsburg und Steindamm die günstigeren Häuser, die Esplanade verlangt 2 €. Beides nennen die Betreiberseiten als regulären Eintritt. Ob es Karten für mehrere Besuche gibt, steht für die vier Hamburger Häuser nicht auf den abgerufenen Seiten.

Das Mindestalter beträgt in allen vier Häusern 18 Jahre, der Ausweis wird am Einlass verlangt. Das ist niedriger als in Niedersachsen, wo für den Zutritt 21 Jahre verlangt werden, und ebenso niedriger als in den bayerischen Häusern. Wie die Altersgrenzen bundesweit verteilt sind, steht im Ratgeber Mindestalter in der Spielbank.

Welche Kleiderordnung gilt in den Hamburger Spielbanken?

Locker, aber nicht beliebig. In Reeperbahn, Mundsburg und Steindamm heißt es auf den Betreiberseiten: „Wir begrüßen Sie gerne in Ihrer Freizeitkleidung.“ Als nicht angemessen nennen sie kurze Hosen, Jogginghosen sowie Sport-, Strand- und Arbeitskleidung. Ob Jeans, Sneaker oder Kappen erlaubt sind, lassen die Seiten offen.

Die Esplanade trennt die Bereiche. Im Automatenspiel schreibt sie keinen Dresscode vor. Im klassischen Spiel ist gepflegte Freizeitkleidung angemessen, Abendgarderobe willkommen, ein Oberteil mit Kragen (mindestens ein Polo-Shirt) erbeten. Nicht angemessen sind dort T-Shirts ohne Sakko, kurze Hosen, Jogginghosen sowie Sport-, Strand- und Arbeitskleidung. Ein Sakko ist erwünscht, aber keine Pflicht.

Einen Vergleich über alle deutschen Häuser, mit Zitaten der jeweiligen Seiten, bietet der Ratgeber Kleiderordnung und Einlass.

Sind die Hamburger Spielbanken lizenziert, und was ist OASIS?

Die Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt auf ihrer Seite eine Übersicht erlaubter Anbieter. Reeperbahn, Mundsburg, Steindamm und Esplanade sind dort mit ihrem Standort gelistet, Stand 02.10.2026. Wer ein Haus prüfen will, findet die Liste auf der Seite der Behörde.

Nach § 8 Abs. 3 GlüStV 2021 prüft das Personal am Eingang Ihren Ausweis und gleicht Sie bei jedem Besuch mit der Sperrdatei OASIS ab. Gesperrte Personen dürfen nicht spielen, unabhängig von Kleidung und Alter. Wer das Spiel für sich begrenzen will, kann sich selbst sperren lassen.

Für den Besuch selbst gilt in allen Spielbanken Hamburg gleichermaßen: Sie brauchen einen gültigen Ausweis, und der Eintritt von 1 € beziehungsweise 2 € fällt an. Einlassstopps sind in der Esplanade während des Umbaus möglich, deshalb ist ein Anruf oder ein Blick auf die Betreiberseite vorab sinnvoll, wenn Sie gezielt zu einer bestimmten Zeit kommen möchten. Wer unsicher ist, ob das eigene Spiel noch im Rahmen bleibt, findet bei den Beratungsstellen Unterstützung.

Glücksspiel kann süchtig machen. Teilnahme ab 18 Jahren.