Sakko auf Bügel, Krawatte und Lederschuhe als Strichzeichnung

Welche Casino Kleiderordnung gilt in der Spielbank?

Zur Kleiderordnung Spielbank gilt: Eine einheitliche Casino Kleiderordnung gibt es in den geprüften Hausregeln nicht. Jedes Haus legt seine Regeln selbst fest und veröffentlicht sie auf der eigenen Seite, meist unter „Einlassbestimmungen“, „Ihr Besuch“ oder in den FAQ. Wer nach dem Dresscode Casino fragt, bekommt deshalb je nach Haus eine andere Antwort. Für diesen Ratgeber wurden die Seiten von 70 deutschen Spielbanken am 07.10.2026 geprüft; 54 davon enthalten eine lesbare Aussage zur Kleidung.

Das Muster dahinter ist einfach. Am Roulette- oder Blackjacktisch, im „klassischen Spiel“, wird mehr erwartet als im Automatenbereich. Mehrere Häuser trennen die beiden Bereiche ausdrücklich, andere schreiben eine Regel für das ganze Haus.

Die Tabelle zeigt 13 Häuser mit unterschiedlichem Anspruch. Die Zitate stammen wörtlich von den jeweiligen Hausseiten; „keine Angabe“ heißt, dass die Seite zu diesem Punkt nichts nennt.

HausSakko im klassischen SpielJeansSneakerWörtlich laut Hausseite
Baden-BadenPflicht für Herrenkeine Angabekeine Angabe; Sport- und Funktionsschuhe nicht gestattet„Herren benötigen eine lange Hose und ein Sakko; Hemd und Krawatte sind erwünscht.“
Konstanzausdrücklich erwünschtkeine Angabegepflegte Sneaker nur mit Sakko„ein Sakko ist ausdrücklich erwünscht“
Bad Homburgerwünscht, Leih-Sakko im Zweifelkeine AngabeSportschuhe passen nicht„Die Herren sind auch ohne Krawatte im offenen Hemd oder Poloshirt willkommen.“
Potsdamerwünschtkeine Angabekeine Angabe; geschlossene Schuhe erwünscht„freuen wir uns, wenn Sie aus Ihrer Garderobe Sakko, klassisches Hemd oder Poloshirt, lange Hosen und geschlossene Schuhe wählen“
Hamburg-Esplanadegern gesehen, keine Pflichtja, etwa dunkle Jeanskeine Angabe„Ein Sakko sehen wir gerne, zur Pflicht machen wir es allerdings nicht.“
Stuttgartkeine Pflicht genanntkeine Angabegepflegte Sneaker willkommen„Elegante Polo-Shirts oder Hemden sind ebenfalls möglich.“
Wiesbadenkeine Pflicht genanntja, nicht zerrissenkeine Angabe„Wir akzeptieren durchaus legere Kleidung, jedoch keine Sportbekleidung, Hoodies oder zerrissene Jeans.“
Berlin, Potsdamer Platzkeine Pflicht genanntkeine Angabekeine Angabe„ist generell eine gepflegte Erscheinung und angemessene Kleidung erwünscht“
Kielnicht notwendigkeine Angabekeine Angabe„Eine Krawatte oder ein Jackett sind nicht notwendig.“
Hannoverkeine Pflicht genanntkeine Angabekeine Angabe„keinen fest vorgeschriebenen Dresscode“
Dortmund-Hohensyburgkeine Pflicht genanntkeine Angabekeine Angabe„Lediglich Jacken und Kopfbedeckungen sind vor Betreten der Spielbereiche abzugeben.“
Bad Emskeine Pflicht genanntkeine AngabeHerren: geschlossene Schuhe„Bitte verzichten Sie auf Arbeitskleidung, Achselshirts und Kopfbedeckungen.“

Wo ist ein Sakko Pflicht, wo reicht Freizeitkleidung?

Bei der Casino Kleiderordnung ist Baden-Baden der strengste Fall, und bei der Kleiderordnung Spielbank Stuttgart liegt deutlich darunter.

Streng ist unter den ausgewerteten Häusern allein das Casino Baden-Baden. Für Herren verlangt es im klassischen Spiel lange Hose und Sakko. Nicht gestattet sind laut Hausseite außerdem Sport- und Funktionsschuhe, offene Schuhe und bedruckte, mehrfarbige Freizeit-Shirts; Damen sollen auf Freizeit- und Sportkleidung sowie Flip-Flops verzichten. Im Automatenspiel genügt dort „gepflegte Freizeitkleidung“.

Eine Stufe darunter liegen Konstanz, Bad Homburg, Potsdam und die Esplanade in Hamburg. Dort ist ein Sakko erwünscht, aber nicht vorgeschrieben. In Konstanz sind moderne T-Shirts, Pullover und gepflegte Sneaker an die Kombination mit Sakko geknüpft; kurze Hosen sind auch im Sommer ausgeschlossen. Bad Homburg bittet, „allzu lässige Freizeitkleidung“ zu vermeiden.

Locker sind etwa Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Die Häuser in Kiel, Lübeck, Flensburg und Schenefeld schreiben: „Eine Krawatte oder ein Jackett sind nicht notwendig.“ Kurze Hosen und Sportkleidung sind dort trotzdem tabu. Für Niedersachsen formuliert die Betreiberseite, es gebe keinen fest vorgeschriebenen Dresscode, und in Nordrhein-Westfalen heißt es nur, Jacken und Kopfbedeckungen seien vor den Spielbereichen abzugeben.

Einen Sonderfall bildet Stuttgart mit „smart casual“:

  • Mit Sakko sind moderne T-Shirts und gepflegte Sneaker willkommen.
  • Ohne Sakko sind elegante Polo-Shirts oder Hemden möglich.
  • Kurze Hosen, Flip-Flops, sportliche Laufschuhe und Trainingshosen sind ausgeschlossen.

Was gilt im Automatenspiel anders als am Tisch?

Der Unterschied ist in Baden-Baden und Konstanz am deutlichsten. Baden-Baden verlangt am Tisch das Sakko, für das Automatenspiel „gepflegte Freizeitkleidung“. Konstanz nennt die Freizeitkleidung ausdrücklich für den Standort Jackpot am Bahnhofplatz; für den Pavillon fehlt eine eigene Angabe.

Die Esplanade in Hamburg geht am weitesten: „Im Automatenspiel schreiben wir keinen Dresscode vor.“ Die Hamburger Häuser Mundsburg, Steindamm und Reeperbahn begrüßen Gäste in Freizeitkleidung und nennen kurze Hosen, Jogginghosen sowie Sport-, Strand- und Arbeitskleidung als unpassend. Potsdam untersagt im Automatenbereich Basecaps und Mützen, religiös oder medizinisch begründete Ausnahmen bleiben davon unberührt.

Dazu passt der Hinweis in Bad Dürkheim, Bad Neuenahr und am Nürburgring, auf eine Kopfbedeckung zu verzichten. Mützen und Kappen sind überhaupt der Punkt, an dem sich viele Häuser einig sind.

Was ist mit Jeans und Turnschuhen?

Jeans sind dort in Ordnung, wo die Hausseite sie nennt. Die Esplanade führt dunkle Jeans oder Chinohose als Beispiel für ein passendes Outfit an, Wiesbaden akzeptiert Jeans, solange sie nicht zerrissen sind. Bei allen übrigen Häusern in der Tabelle sagt die Seite zu Jeans nichts; daraus lässt sich weder Erlaubnis noch Verbot ableiten.

Bei Schuhen kommt es auf die Art an. Gepflegte Sneaker erwähnen nur Konstanz und Stuttgart positiv. Fast überall ausgeschlossen sind Flip-Flops, Sandalen und sportliche Laufschuhe; Bad Ems und Potsdam bitten die Herren um geschlossene Schuhe.

Beim Dresscode Casino gilt für alle Häuser dieselbe Faustregel: Wer unsicher ist, wählt dunkle Hose, Hemd oder Poloshirt und geschlossene Lederschuhe. Das ist an keinem der geprüften Häuser ein Problem, mit Ausnahme von Baden-Baden: Dort braucht es zusätzlich das Sakko.

Was sollten Damen anziehen?

Für Damen sind die Hausregeln knapper als für Herren. Baden-Baden bittet im klassischen Spiel darum, auf Freizeit- und Sportkleidung sowie Flip-Flops zu verzichten. Konstanz erwartet von Damen ein stilvolles Outfit; Leggings, Hot Pants, Flip-Flops und Sportsandalen sind dort für alle Gäste ausgeschlossen.

Eine Kleiderregel ausschließlich für Damen ist die Ausnahme. Die meisten Häuser formulieren geschlechtsneutral, etwa mit „gepflegte und angemessene Kleidung“ in Bad Dürkheim und Bad Neuenahr oder dem Verzicht auf Arbeitskleidung und Achselshirts in Bad Ems, Mainz und Trier. Kleid, Hosenanzug oder Bluse mit Hose entsprechen all diesen Formulierungen.

Gibt es ein Leih-Sakko?

Drei Häuser nennen einen Verleih. In Baden-Baden und Konstanz kostet das Leih-Sakko laut Einlassbestimmungen jeweils 10 €. Bad Homburg schreibt: „Wir helfen Ihnen im Zweifel gern mit einem Leih-Sakko aus.“ Einen Preis nennt die Seite nicht.

Für alle anderen Häuser enthalten die Seiten keine Aussage zu einem Verleih. Wer ohne Sakko in ein Haus mit Erwartung kommt, fragt am besten vorab nach.

Was kostet der Eintritt in der Spielbank?

Die Spanne reicht von frei bis 5 €. Kostenfrei ist der Eintritt unter anderem in Wiesbaden, Potsdam, Cottbus, Halle, Magdeburg und den sächsischen Häusern in Chemnitz, Dresden und Leipzig.

PreisstufeBeispiele laut Hausseite
freiWiesbaden, Potsdam, Cottbus, Dresden, Leipzig, Halle
1 €Hamburg-Reeperbahn, Steindamm, Mundsburg
2 € bis 3 €Berlin 2,00 €, Esplanade 2 €, Flensburg 2 €, Konstanz 3 €
2,50 €Bad Homburg und Stuttgart (jeweils klassisches Spiel)
5 €Baden-Baden (klassisches Spiel), Hannover, Aachen, Dortmund

Mehrtagskarten sind verbreitet. Bad Homburg verkauft die Tageskarte für 2,50 €, die Viertageskarte für 7,50 €, die Monatskarte für 30 € und die Jahreskarte für 90 €. In Niedersachsen kostet die Tageskarte 5,00 € und die Halbjahreskarte 50,00 €. In Kiel lässt sich der Eintritt von 5 € laut Hausseite als erstes Spielkapital nutzen.

Der Automatenbereich ist oft günstiger oder frei: Baden-Baden nennt den Automatenbereich „aktuell Eintritt frei“, Bad Homburg bezeichnet das Automatenspiel als kostenlos. Für Bayern nennen die abrufbaren Betreiberdaten keinen Preis.

Welchen Ausweis brauchen Sie, und was ist OASIS?

Zur Casino Kleiderordnung und den Einlassregeln gehört nicht nur die Kleidung, denn zum Einlass gehört ein gültiger amtlicher Lichtbildausweis, in der Regel Personalausweis oder Reisepass. Die Häuser in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen schreiben ausdrücklich, dass ein Führerschein nicht ausreicht; in Halle, Magdeburg und Leuna gilt dasselbe. Berlin verbindet die Eintrittskarte mit der Ausweiskontrolle.

Hinzu kommt der Abgleich mit der Sperrdatei OASIS. Nach § 8 Abs. 3 GlüStV 2021 müssen Spielbanken spielwillige Personen anhand eines amtlichen Ausweises identifizieren und mit der Sperrdatei abgleichen, und zwar bei jedem Betreten. Für das Spielersperrsystem ist dauerhaft das Regierungspräsidium Darmstadt verantwortlich, wie die Glücksspielbehörde der Länder auf ihrer Seite zu den Aufsichtssystemen schreibt.

Wer gesperrt ist, kommt nicht an die Tische oder Automaten, egal wie passend das Outfit ist. Wer selbst Hilfe sucht, erreicht die Beratung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter 0800 1 37 27 00.

Ab welchem Alter dürfen Sie in die Spielbank?

Die Altersgrenze liegt je nach Land bei 18 oder 21 Jahren. Die geprüften Hausseiten nennen 21 Jahre in Baden-Württemberg (Baden-Baden, Konstanz, Stuttgart) und Niedersachsen; auch Bremen nennt 21. In Bayern gilt die Bayerische Spielbankordnung: Zutritt und Spiel erst ab 21; Volljährige darunter dürfen nur in Begleitung einer Person ab 21 eintreten und nicht spielen. In Berlin, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Schleswig-Holstein und weiteren Ländern nennen die Häuser 18 Jahre.

Die vollständige Übersicht mit allen Ländern steht im Ratgeber Mindestalter in der Spielbank.

Was gilt in Bayern und im Saarland?

Die Hausseiten der neun bayerischen Spielbanken, etwa Bad Reichenhall, Garmisch-Partenkirchen oder Lindau, sind laut Prüfung eine JavaScript-Anwendung ohne abrufbaren Text. Eine Kleiderregel ließ sich dort nicht lesen, ebenso wenig ein Eintrittspreis. Für das Saarland, etwa Saarbrücken und Nennig, nennen die Betreiberseiten ebenfalls keine Kleiderregel.

Das heißt nicht, dass es keine gibt, sondern nur, dass sie sich nicht belegen lässt. Hier ist der Anruf im Haus vor dem Besuch der sichere Weg; so lässt sich auch gleich der aktuelle Eintrittspreis erfragen.

Was passiert, wenn der Einlass verweigert wird?

Die geprüften Hausseiten beschreiben kein Verfahren für eine Abweisung wegen Kleidung. Sie nennen Regeln, einzelne Hilfen wie das Leih-Sakko und den Hinweis, dass Jacken und Mäntel an der Garderobe abzugeben sind. Wie streng ein Haus das am Abend handhabt, steht nirgends. Auch ein Mindestalter oder ein Eintrittspreis lässt sich so vorab klären.

Ein Anspruch auf Einlass trotz abweichender Kleidung ergibt sich aus den Seiten nicht. Praktisch bleiben drei Wege: ein Sakko leihen, wo das angeboten wird, im selben Haus in den Automatenbereich ausweichen, wo die Regel milder ist, oder ein Haus in der Nähe wählen, dessen Seite ausdrücklich legere Kleidung akzeptiert.

Spielen kann zum Problem werden; wer merkt, dass er mehr Zeit oder Geld einsetzt als geplant, findet Hilfe über die oben genannte Beratung oder die Selbstsperre über OASIS.