Welche Spielbanken Sachsen hat, und was bieten die drei Häuser?

Der Freistaat zählt drei Spielbanken, und alle drei stehen mit Öffnungszeiten auf der Betreiberseite und in der Whitelist der Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026. Die Whitelist nennt als Standorte Chemnitz, Dresden und Leipzig unter einem Betreiber mit Sitz in Leipzig. Die Tabelle stellt die Häuser nebeneinander.

OrtHausSpielangebotMindestalterEintritt
Chemnitz, Neumarkt 1Spielbank Chemnitzüber 80 Automaten, elektronisches Roulette; Slots, Bingo und Poker als Automatenvarianten18 Jahrefrei
Dresden, Seestraße 8–10Spielbank Dresdenüber 90 Automaten, elektronisches Roulette; Bingo und Poker als Automatenvarianten18 Jahrefrei
Leipzig, Petersstraße 36–44Spielbank Leipzigüber 140 Automaten, elektronisches Roulette; Bingo und Poker als Automatenvarianten18 Jahrefrei

Wer bei den Spielbanken Sachsen klassisches Spiel mit Croupier erwartet, wird auf den Standortseiten nicht fündig. Die Angaben dieser Seite beruhen auf den Standortseiten vom 07.10.2026 und der Whitelist vom 02.10.2026. Sie beschreiben Roulette und Poker als Automatenvarianten und erwähnen Tischspiel nur als gelegentliches Ereignis. In allen drei Häusern ist der Eintritt frei, und beim Erstbesuch gibt es laut Betreiber ein Begrüßungsgetränk.

Worin unterscheiden sich Chemnitz, Dresden und Leipzig?

Vor allem in der Größe. Leipzig ist das größte Haus mit über 140 Automaten auf rund 700 m², Chemnitz folgt mit über 80 Automaten auf rund 540 m², Dresden hat über 90 Automaten auf rund 400 m² und verteilt sie über zwei Etagen. Der Unterschied zwischen den drei Häusern liegt also weniger im Angebot als im Platz und im Umfeld. Der Betreiber selbst hat laut Whitelist seinen Sitz in Leipzig in der Oststraße 105, nicht im Haus im Petersbogen.

  • Chemnitz: Neumarkt 1, Bar mit Snacks, Parkhaus „Galerie Roter Turm“.
  • Dresden: Seestraße 8–10, im Café Prag am Altmarkt, Bar mit Snacks, Parkhäuser Altmarkt und Altmarkt-Galerie.
  • Leipzig: Petersbogen, Petersstraße 36–44, Bar von Kaffee bis Cocktail mit Snacks, APCOA-Tiefgarage unter dem Burgplatz.

Nach den Koordinaten im Datensatz liegen Chemnitz und Leipzig rund 68 km Luftlinie auseinander, Chemnitz und Dresden rund 62 km, Dresden und Leipzig rund 100 km. Die Fahrstrecke liegt jeweils darüber. Die drei Häuser liegen damit so weit auseinander, dass jedes für sich steht.

Gibt es in Sachsen Roulette und Poker am Tisch?

Nach den Betreiberseiten nicht als Dauerangebot. In Chemnitz beschreibt die Standortseite Slots, Bingo, Poker und Roulette als Automatenvarianten, dazu kommen gelegentlich Live-Roulette-Events. In Dresden steht dasselbe: elektronisches Roulette und Poker am Automaten, gelegentlich Live-Roulette-Events. Leipzig führt Bingo, elektronisches Roulette und Poker sowie regelmäßige Automatenturniere.

Ein Tisch mit Croupier ist damit in keinem der drei Häuser als feste Einrichtung belegt; für die Spielbanken Sachsen heißt das: Automat, Terminal und gelegentliches Event. Beim elektronischen Roulette sitzen Sie am Gerät, nicht am Kessel; ein Live-Roulette-Event ist ein Termin, kein tägliches Angebot. Wer ausschließlich Tischspiele sucht, findet im Freistaat nach diesen Angaben kein Haus mit klassischem Spiel. Häuser mit klassischem Spiel liegen im Nachbarland Sachsen-Anhalt, dazu mehr weiter unten.

Auch bei den Spielbanken Sachsen bleiben einige Punkte offen. Die Standortseiten sagen nicht, ob einzelne Roulette-Termine mit Croupier regelmäßig stattfinden, wie oft Live-Roulette-Events stattfinden oder zu welchen Zeiten Turniere beginnen. Wer für einen bestimmten Abend plant, fragt vorher telefonisch nach, statt auf ein Angebot zu hoffen, das nur als Event beschrieben ist.

Wann öffnen die Spielbanken in Chemnitz, Dresden und Leipzig?

Chemnitz öffnet täglich um 12:00 Uhr und schließt von Sonntag bis Donnerstag um 01:00 Uhr, freitags und samstags um 02:00 Uhr. Dresden und Leipzig öffnen täglich um 13:00 Uhr und schließen von Sonntag bis Donnerstag um 02:00 Uhr, freitags und samstags um 03:00 Uhr. Dresden und Leipzig haben also dieselben Zeiten, Chemnitz öffnet eine Stunde früher und schließt eine Stunde früher.

Rechnerisch ist jedes der drei Häuser damit 93 Stunden pro Woche geöffnet: fünf Tage mit 13 Stunden und zwei Tage mit 14 Stunden. Der Unterschied liegt nur in der Lage der Zeitspanne, nicht in ihrer Länge. Wer mittags kommen möchte, ist in Chemnitz richtig, wer erst nach dem Abendessen spielen will, hat in Dresden und Leipzig eine Stunde mehr Spielraum nach Mitternacht.

Feste Schließtage nennt die Leipziger Standortseite nicht; auch für Chemnitz und Dresden ist keiner angegeben. Für Feiertage wie Weihnachten oder Karfreitag fragen Sie deshalb beim Haus nach, bevor Sie losfahren.

Welches der drei Häuser passt zu welchem Anlass?

Das hängt an Uhrzeit, Größe und Anlass. Leipzig bietet mit über 140 Geräten die größte Auswahl und führt laut Betreiber regelmäßig Automatenturniere. Dresden ist mit rund 400 m² das kleinste Haus, dafür verteilt auf zwei Etagen. Chemnitz öffnet am frühesten, schon um 12:00 Uhr.

Wer eine Veranstaltung sucht, schaut auf die Standortseiten: Chemnitz und Dresden nennen gelegentlich Live-Roulette-Events, Leipzig die Automatenturniere. Termine ändern sich, deshalb steht hier keine Liste. Bei der Anreise mit dem Auto sind die Parkmöglichkeiten der Häuser unterschiedlich: Leipzig hat eine Tiefgarage unter dem Burgplatz, Dresden zwei Parkhäuser am Altmarkt, Chemnitz das Parkhaus „Galerie Roter Turm“.

Was kostet der Eintritt, und was brauchen Sie am Einlass?

Der Eintritt ist in allen drei Häusern frei. Zutritt gibt es ab 18 Jahren, ein Ausweis ist erforderlich. Das Sächsische Spielbankengesetz erlaubt in § 5 Abs. 1 den Aufenthalt während des Spielbetriebs nur Volljährigen; wie die Altersgrenzen in den anderen Ländern aussehen, zeigt der Ratgeber Mindestalter in der Spielbank.

Am Einlass identifiziert das Haus Sie nach § 8 Abs. 3 GlüStV 2021 per Ausweis und gleicht Sie mit der Sperrdatei OASIS ab. Gesperrte Personen dürfen nicht spielen, unabhängig von Alter und Kleidung. Wer das eigene Spiel begrenzen will, kann sich selbst sperren lassen; der Antrag auf Sperre ist kostenfrei (§ 8c Satz 2 GlüStV 2021).

Beim Erstbesuch läuft es in der Regel in dieser Reihenfolge ab: Sie zeigen den Ausweis, das Haus prüft Alter und Sperrstatus, danach erhalten Sie laut Betreiber ein erstes Begrüßungsgetränk. Ein Eintrittsgeld fällt nicht an; zur Bar mit Snacks nennen die Standortseiten keine Preise.

Welche Kleidung ist in den sächsischen Spielbanken erwünscht?

Alle drei Betreiberseiten schreiben wortgleich „gehobene Freizeitkleidung erwünscht“. Von Jackett oder Krawatte ist nicht die Rede, und auch zu Jeans, Sneakern, kurzen Hosen oder Kappen sagt keine Seite etwas. Wer unsicher ist, wählt ein Hemd oder eine Bluse statt Sportkleidung und fragt im Zweifel beim Haus nach.

Wie streng andere Länder sind, zeigt der Vergleich im Ratgeber Kleiderordnung und Einlass. Dort stehen die Zitate der Hausseiten aus allen Ländern nebeneinander.

Welche Spielbanken liegen jenseits der Landesgrenze am nächsten?

Von Leipzig aus liegt die Spielbank Leuna-Günthersdorf in Sachsen-Anhalt nach den Koordinaten nur rund 14 km Luftlinie entfernt, die Spielbank Halle (Saale) rund 32 km. Beide haben laut Betreiberseite auch klassisches Spiel: Leuna täglich ab 19:00 Uhr, Halle donnerstags und freitags ab 18:00 Uhr. Die Übersicht dazu steht auf der Seite Spielbanken Sachsen-Anhalt.

Für Chemnitz ist Leuna mit rund 77 km das nächste Haus außerhalb des Freistaats, danach folgen Halle mit rund 97 km und die Spielbank Bad Steben in Bayern mit rund 104 km. Von Dresden aus liegt die Spielbank Cottbus in Brandenburg mit rund 89 km am nächsten, Leuna folgt mit rund 114 km.

Das Mindestalter ist in Sachsen-Anhalt und Brandenburg wie in Sachsen 18 Jahre, in Bayern dagegen 21. Luftlinie ist keine Fahrstrecke, und jedes Land hat eigene Spielbankgesetze, die für das Haus am Ort gelten.

Sind die sächsischen Spielbanken zugelassen, und wer beaufsichtigt sie?

Das Spielbankrecht ist Ländersache, und bei den Spielbanken Sachsen sitzt die Aufsicht deshalb im Land. Die Whitelist der GGL führt die drei Häuser im Vertriebsgebiet Sachsen, zuständig ist die Glücksspielaufsichtsbehörde des Landes. Zur Prüfung eines einzelnen Hauses genügt der Abgleich von Anschrift und Name mit der Whitelist. Das gilt auch für Seiten, die ähnlich heißen wie die Häuser: Verlässlich sind nur die Standortseiten des Betreibers, die oben unter den Quellen stehen. Für Sachsen enthält der Datensatz keinen geschlossenen Standort.

Glücksspiel kann süchtig machen. Teilnahme ab 18 Jahren.