Welche Spielbanken Hessen hat und worin sie sich unterscheiden
Hessen führt vier Standorte, aber nur drei Betreiber: Die Spielbank Wiesbaden und die François-Blanc-Spielbank in Bad Homburg sind eigenständig, Kassel und Bad Wildungen gehören zur Kurhessischen Spielbank Kassel/Bad Wildungen. Alle vier stehen auf der Whitelist der Glücksspielbehörde der Länder (Stand 02.10.2026). Die Tabelle fasst die Betreiberangaben zusammen.
| Ort | Haus | Spielangebot | Mindestalter | Eintritt |
|---|---|---|---|---|
| Wiesbaden, Kurhausplatz 1 | Spielbank Wiesbaden | American Roulette (7 Tische), TouchBet-Roulette, Black Jack, Poker, Automaten | 18 Jahre | kostenfrei |
| Bad Homburg v. d. Höhe, Kisseleffstraße 35 | Spielbank Bad Homburg | Roulette, American Roulette, Black Jack (4 Tische), Ultimate Texas Hold’em, Touchbet-Roulette, über 160 Automaten | 18 Jahre | 2,50 € Tageskarte; Automatenspiel kostenlos |
| Kassel, Mauerstraße 11 (Kurfürsten Galerie) | Spielbank Kassel | American Roulette, Black Jack, Poker Cash Game, über 280 Automaten | 18 Jahre | k. A. |
| Bad Wildungen, Brunnenallee 54 (Hotel Quellenhof) | Spielbank Bad Wildungen | nur Automaten (83), Multiplayer-Roulette | 18 Jahre | k. A. |
Der größte Unterschied zwischen den Spielbanken Hessen liegt im Zuschnitt: Wiesbaden und Bad Homburg sind Kurhaus-Häuser mit klassischem Spiel, Kassel ist das größte Automatenhaus des Landes, Bad Wildungen eine kleine Dependance. Die einzelnen Hausseiten nennen Zeiten je Bereich.
Ab welchem Alter dürfen Sie in eine Spielbank in Hessen, und welcher Ausweis gilt?
Die Spielbanken Hessen lassen Gäste in allen vier Häusern ab 18 Jahren ein. Das ist die niedrigere der beiden deutschen Altersgrenzen; die Übersicht über 18 und 21 steht im Ratgeber Mindestalter in der Spielbank.
Wiesbaden verlangt einen amtlichen Lichtbildausweis. Kassel und Bad Wildungen nennen Personalausweis oder ID mit Lichtbild und Wohnanschrift. Am Einlass werden Sie nach § 8 Abs. 3 GlüStV 2021 identifiziert und mit der Sperrdatei OASIS abgeglichen.
Kostet der Eintritt in die Spielbanken in Hessen etwas?
Das hängt vom Haus ab. Wiesbaden verlangt weder für klassisches Spiel noch für Automaten Eintritt. Bad Homburg nennt Tageskarte 2,50 €, 4-Tages-Karte 7,50 €, Monatskarte 30 € und Jahreskarte 90 €; das Automatenspiel ist laut Betreiber kostenlos.
Für Kassel und Bad Wildungen steht auf den abgerufenen Betreiberseiten kein Eintrittspreis. Die Tabelle führt dort „k. A.“, und wer vorab Sicherheit will, fragt telefonisch nach. Die Staffelung in Bad Homburg lohnt sich rechnerisch erst bei mehreren Besuchen: Die Monatskarte kostet das Zwölffache der Tageskarte.
Welche Spiele bieten die hessischen Spielbanken, und wo gibt es Poker?
Wiesbaden führt sieben American-Roulette-Tische, davon zwei im Raucherbereich, dazu TouchBet-Roulette, Black Jack und Poker. Bad Homburg nennt vier Black-Jack-Tische, Roulette in mehreren Varianten, Touchbet-Roulette mit 23 Stationen und eine Besonderheit, die „Bad Homburger Viertelchance“. Die Automaten dort starten ab 1 Cent Einsatz, über 160 stehen auf drei Etagen.
Kassel ist das Pokerhaus: Das Cash Game läuft täglich ab 20:00 Uhr mit 100 € Buy-in und Blinds von 2/4 €. Black Jack beginnt um 19:45 Uhr und läuft bis 03:00 Uhr, der Einsatz liegt zwischen 5 und 200 €. In Bad Homburg läuft Ultimate Texas Hold’em, das Pokern gegen die Bank, täglich ab 19:00 Uhr.
Bad Wildungen hat keine Croupier-Tische, aber ein Lotus Roulette ab 19:00 Uhr, das nach Betreiberangabe mit dem Live-Roulette in Kassel geschaltet ist. Dazu kommt ein Multiplayer-Roulette für acht Spieler. Die Zahl der Automaten nennt die Standortseite mit 83, die Automatenseite mit „über 80“.
Wie lange haben die Spielbanken in Hessen geöffnet?
Die Zeiten unterscheiden sich so stark wie das Angebot:
- Wiesbaden: Automaten 11:00 bis 04:00 Uhr (sonntags und feiertags ab 12:00 Uhr), klassisches Spiel ab 14:45 Uhr bis 03:00 Uhr, freitags, samstags und vor Feiertagen bis 04:00 Uhr.
- Bad Homburg: Automaten 12:00 bis 04:00 Uhr täglich, Spielbeginn im klassischen Spiel 15:00 Uhr.
- Kassel: Automaten ab 09:00 Uhr, sonntags und feiertags ab 12:00 Uhr, jeweils bis 03:00 Uhr; Livespiel ab 19:00 Uhr.
- Bad Wildungen: täglich 12:00 bis 01:00 Uhr.
Kassel öffnet damit am frühesten, Wiesbaden und Bad Homburg schließen am spätesten. Geschlossen sind die Häuser an wenigen Tagen im Jahr: In Kassel und Bad Wildungen nennt der Betreiber unter anderem Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, 1. Mai, Fronleichnam und den 24.12. sowie den ersten Weihnachtsfeiertag; Wiesbaden schließt an Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag und am 24. und 25.12.
Gibt es in Hessen einen einheitlichen Dresscode?
Nein, die vier Häuser formulieren sehr verschieden. Bad Homburg wünscht im klassischen Spiel „gehobene Kleidung“: keine T-Shirts, kurzen Hosen, Sportschuhe oder Sandalen. Herren sind auch ohne Krawatte im offenen Hemd oder Poloshirt willkommen, im Zweifel gibt es ein Leih-Sakko; einen Preis nennt die Seite nicht. Für die Automaten nennt die Seite keine eigene Regel.
Wiesbaden ist offener: „Wir akzeptieren durchaus legere Kleidung, jedoch keine Sportbekleidung, Hoodies oder zerrissene Jeans.“ Kassel und Bad Wildungen bitten darum, sehr sportliche Kleidung wie Trainingsanzüge und Sportshorts zu vermeiden.
Ein Sakko ist also nur in Bad Homburg ein Thema, dort auch nur im klassischen Spiel. Die Zitate aller Häuser stehen im Ratgeber Kleiderordnung und Einlass.
Welches hessische Haus passt zu welchem Wunsch?
Für Roulette in großer Auswahl ist Wiesbaden die erste Adresse: sieben American-Roulette-Tische, dazu TouchBet-Roulette. Wer Black Jack bevorzugt, findet in Bad Homburg vier Tische. Kassel nennt dagegen laut Standortseite drei American-Roulette-Tische, zwei Live-Poker-Tische und einen „Novo Flying Black Jack“ auf rund 1.200 Quadratmetern in der Kurfürsten Galerie.
Unter den Häusern mit genannter Gerätezahl hat Kassel mit über 280 Automaten die größte Auswahl; Bad Homburg bietet über 160 Geräte, die ab 1 Cent Einsatz laufen. Bad Wildungen bleibt das kleine Haus mit historischen Räumen und Stuckdecke im Hotel Quellenhof. Für einen Abend, der vor allem kostenlos sein soll, nennt nur Wiesbaden den Eintritt ausdrücklich frei.
Was gibt es neben dem Spielen, und wie parken Sie?
Bad Homburg hat das Restaurant „Le Blanc“ (täglich ab 18:00 Uhr), Dostojewskis Bar und samstags von 21:00 bis 03:00 Uhr eine Lounge. Ein angrenzendes Parkhaus ist rund um die Uhr nutzbar. Wiesbaden führt das Spielbank-Restaurant Joker’s und eine K1-Bar im Automatenspiel.
Bad Wildungen bezieht Getränke und Snacks über den Service des Göbels Hotel Quellenhof, in dem das Haus liegt. Für Kassel nennen die abgerufenen Seiten keine Gastronomie; Parkmöglichkeiten nennen sie für Wiesbaden, Kassel und Bad Wildungen ebenfalls nicht.
Was sollten Sie zu einem Besuch in Hessen mitbringen?
Entscheidend ist der Ausweis, und die Häuser verlangen ihn unterschiedlich genau:
- Wiesbaden: amtlicher Lichtbildausweis.
- Kassel und Bad Wildungen: Personalausweis oder ID mit Lichtbild und Wohnanschrift.
- Bad Homburg: im klassischen Spiel ein Hemd oder Poloshirt; ein Leih-Sakko gibt es im Zweifel am Haus.
Bargeld für den Eintritt brauchen Sie nur in Bad Homburg, und dort auch nur im klassischen Spiel. Wie die Häuser Zahlungen abwickeln, nennen die abgerufenen Seiten nicht.
Wie hängen Kassel und Bad Wildungen zusammen?
Beide gehören zur Kurhessischen Spielbank Kassel/Bad Wildungen, und die Whitelist führt Bad Wildungen unter diesem Betreiber. Bad Wildungen ist die Automaten-Dependance: kein Croupier, aber das Lotus Roulette ab 19:00 Uhr mit Schaltung zum Live-Roulette in Kassel. Wer klassisches Spiel mit Dealer sucht, fährt nach Kassel.
Der Zutritt ist an beiden Orten gleich geregelt: ab 18 Jahren mit Personalausweis oder ID mit Lichtbild und Wohnanschrift. Auch die Kleiderbitte lautet in Kassel und Bad Wildungen gleich. Die Schließtage decken sich: Karfreitag, Volkstrauertag, Totensonntag, 1. Mai, Fronleichnam, 24.12. und der erste Weihnachtsfeiertag.
Wie unterscheiden sich die Spielbanken Hessen von denen in Nachbarländern?
Vor allem im Alter. Hessen bleibt bei 18 Jahren, während Bayern und Baden-Württemberg 21 verlangen; Näheres steht in den Übersichten zu Bayern und Baden-Württemberg. In Rheinland-Pfalz gilt wie in Hessen die 18, dort liegen die Automatenzeiten in Mainz mit 11:00 bis 04:00 Uhr auf demselben Niveau wie in Wiesbaden und Bad Homburg; mehr dazu in der Übersicht zu Rheinland-Pfalz.
Beim Eintritt reicht die Spanne von frei in Wiesbaden bis zur Jahreskarte für 90 € in Bad Homburg. Das Sakko, das Baden-Baden im klassischen Spiel verlangt, ist in Hessen nirgends Pflicht; Bad Homburg wünscht es, hilft aber mit einem Leih-Sakko aus.
Was verlangt das Hessische Spielbankgesetz von einem Betreiber?
In der abgerufenen Fassung nennt § 2 drei Gemeinden, in denen je eine Spielbank betrieben werden darf: Bad Homburg vor der Höhe, Kassel und Wiesbaden. Nach § 3 ist die Erlaubnis auf längstens 15 Jahre zu befristen und unter dem Vorbehalt des Widerrufs zu erteilen. Wer sich bewirbt, legt nach § 5 drei Konzepte vor: Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Sozialkonzept.
Ein Änderungsgesetz vom 17. November 2022 enthält Anpassungen mit Bezug auf Online-Casinospiele; für Besucher vor Ort ändert das an den Zeiten und Regeln der Häuser nichts.
Wie sicher sind die Spielbanken in Hessen, und was ist OASIS?
Alle Spielbanken Hessen sind in der Whitelist der Glücksspielbehörde der Länder (GGL) gelistet; sie ist öffentlich einsehbar. Bad Wildungen steht dort unter der Kurhessischen Spielbank. Die Sperrdatei OASIS wird bei jedem Betreten abgeglichen, gesperrte Personen dürfen nicht spielen.
Glücksspiel kann süchtig machen. Teilnahme ab 18 Jahren.