Darf in Bayerns Spielbanken bald wieder geraucht werden?
Wer kennt nicht das Bild vom hoffnungslos verrauchten Hinterzimmer mit der Pokerrunde? Zigarette und Glücksspiel scheinen irgendwie zusammenzugehören. Diese Erfahrung mussten zumindest Bayerns Spielbanken im vergangenen Jahr machen müssen: Rund 30 Millionen Euro Umsatz büßten die neun staatlichen Spielbanken in Bayern seit der Einführung des Rauchverbots ein. Eine Ankündigung des bayrischen Finanzministeriums allerdings lässt Betreiber wie Gemeinden keuchend aufatmen: Demnach soll in Spielbanken das Rauchen beim Casino spielen in einem Nebenraum wieder erlaubt werden.
Vor allem im sogenannten „kleinen Spiel“, also den Räumen mit den Spielautomaten blieben die Kunden weg, normalerweise ist dies der umsatzstärkste Bereich. Im Dezember ging dann ein Brief in der Münchener Staatskanzlei ein, in dem die neun bayrischen Spielbank-Bürgermeister eine Lockerung des Rauchverbots forderten. Nun kam die Antwort: Das Finanzministerium teilt mit, dass die vom bayerischen Ministerrat beschlossene Novellierung des Gesundheitsschutzgesetzes auch eine Lockerung des Rauchverbots in den neun bayerischen Spielbanken ermöglichen werde.
Nach dem Regierungsentwurf können die Spielbanken danach das Rauchen in einem Nebenraum wieder zulassen. „Damit wird der Weg eröffnet, im Automatenspiel, in dem die starken Rückgänge zu verzeichnen waren, künftig den Spielgästen auch während des Spiels das Rauchen wieder zu gestatten“, schreibt das Ministerium. Zwar muss der bayrische Landtag der Gesetzesnovelle noch zustimmen, trotzdem ist man sich in den Spielbanken sicher, dass das Rauchverbot zumindest in den Spielautomaten-Hallen nun bald wieder fallen dürfte.

